Bühne
Aktuell
2026
"Ich weiß nicht, was meinen Vater dazu bewog, mit uns ins Museum zu gehen. Unser einziger Familienbesuch im Philadelphia Museum of Art war eine Offenbarung. Ich entdeckte die Kunst. Nicht die Idee von Kunst und auch nicht als Bild in einer Zeitschrift, sondern Kunst per se."
Patti Smith in Milk of bread
Liebe Menschen, ich bin im Verzug. Dieser Text hätte am 1. Jänner erscheinen sollen. Das letzte Jahr war, subjektiv gesehen, ein ereignisreiches. Dreharbeiten im Burgenland, in München, in Wien, in Brauschlag, in der Schweiz und zuletzt in Deutschland und Frankreich. Gespielt haben wir auch sehr viel. DAS RESTAURANT hat nun schon den 200. Geburtstag gehabt. Ein paar Termine gibt es noch. Siehe die Spalte BÜHNE.
Bei einem Solo-Auftritt in der Steiermark habe ich spontan die Gitarre eingepackt und gemerkt, dass mir die Musik schon fehlt. Dies wird gleich zum Anlass genommen, die Gitarre für LIEBE in den Schreibprozess mit hineinzunehmen.
Im Sommer gibt es einen Solotermin mit dem Titel TRARA, und zwar am Semmering.
Gestern war ich mit dem Hund draußen und habe gesehen, dass jemand Bitte seid lieb zueinander, es ist Weltuntergang an die Wand gesprayt hat. Dem ist wenig hinzuzufügen, außer, dass ich gerne auf ein paar Dinge verweisen würde, wenn Sie schon mal hier sind:
Die Einspieler von LIEBE sind im Verkauf. Gerhard Haderer himself hat das Plakat gezeichnet. Das macht uns sehr glücklich.
Für Braunschlag 1986, also der zweiten Staffel nach 15 Jahren Pause, gibt es einen Sendetermin 20. Und 21. März im ORF und zwei erste Stills des Kinofilms Memories to cherish wurden mir auch schon zugespielt.

Bilder (c) Superfilm

Bilder (c) East End Film
Es bleibt uns nichts anderes übrig als auf die Zuversicht zu setzen, wachsam zu bleiben und hin und wieder davon auszugehen, dass das Gegenüber auch recht haben könnte. Man fällt nicht gleich auseinander, wenn manchmal das Gegenteil von dem stimmt, was man dachte. Oder wie es der verstorbene Nobelpreisträger Daniel Kahneman formuliert: „Wir nehmen Argumente, die zu unserer Haltung passen, als überzeugender wahr, während wir gegenteilige abwerten. Wir halten Fakten für zuverlässiger, wenn sie uns genehm sind. Wenn Informationen zu unserer Weltanschauung passen, stimmt unser Gehirn ihnen sogar automatisch zu. Und so verschanzen wir uns hinter unseren vorgefassten Überzeugungen und reagieren weniger auf rationale Argumente, als auf emotionale Antriebe, zum Beispiel durch den tief sitzenden Reflex, das eigene Weltbild und die eigene Identität unbedingt verteidigen zu wollen."
Ein Jahr nüchtern hat gezeigt, dass der Moment meistens genug ist und dass Lachen, Tanzen und Geselligkeit auch pur sehr schön sein können. Es war jedenfalls eine lohnenden Erfahrung. Mittlerweile habe ich aber wieder ein Glas getrunken. Nachzuhören wie immer im Europapodcast Ihres Vertrauens.
Im Frühling drehen Simon und ich einen gemeinsamen Film und werden danach erneut die griechische Küste entlangsegeln, um auf hoher See weiter an unserem neuen Programm zu arbeiten. Also: auf die Liebe!
November
Liebe Menschen,
Waren einmal Revoluzzer bedeutet mir sehr viel. Wir (Johanna Moder, Marcel Mohab und ich) haben das Drehbuch über Jahre entwickelt, meine wirklichen Kinder spielen mit, die große Julia Jentsch konnte gewonnen werden und das sehr geschätzte Nebenwohnsitzgebiet namens Waldviertel wurde ins Bild gerückt. Nun gibt es den Film wieder in der ORF TV Thek zu sehen.
Zuagroast, die Bestseller-Verfilmung von Martina Parkers Krimi, in der Regie von Claudia Jüptner-Jonstorff, ist ab sofort gratis auf Joyn zum Streamen verfügbar. Und ein bisschen Krawall gab es auch. Und nach ein paar Wochen der meistgestreamte Film auf Joyn überhaupt. Barbara Haas hat dieses Phänomen für die Kleine Zeitung analyisiert.
Der Kinofilm Memories zu cherish ist abgedreht. Hierbei habe ich erstmals in Frankreich gedreht und einen jungen Schauspieler entdeckt, der noch von sich reden machen wird. Schwöre!
Die letzte Möglichkeit auf Das Restaurant in Wien in diesem Jahr ist am 23. November im Globe. Dort wird auch fürs Fernsehen aufgezeichnet werden.
Die erste Vorpremiere unseres neuen Programms Liebe ist in weniger als einem Jahr, am 18. September im Kabarett Niedermair.
Daniel Glattauers Werk Ewig Dein wurde ja auch verfilmt und lief schon letztes Jahr. Nun sind wir auf der Televisionale in Weimar nominiert.
Bleiben Sie zuversichtlich. Alles Liebe. Manuel
Bild (c) Joyn
Bild (c) Eastend Film
SOMMER 2025
Derzeit drehe ich in Zürich für ein neues Crime Format. Ab Ende Juni ist es dann tatsächlich soweit. Braunschlag bekommt nach 15 Jahren eine zweite Staffel. Es haben alle wieder zugesagt. Crazy shit!
Vor einigen Jahren traf ich bei einer Lesung eine Journalistin, die beschlossen hatte Krimis zu schreiben. Sie hieß Martina Parker. Also sie heißt noch immer so, aber mittlerweile schreibt sie keine Krimis mehr, sondern Bestseller. Der erste wird nun verfilmt. Regie führt Claudia Jüptner-Jonstorff, gecastet hat Nicole Schmied und die sehr geschätzen Kolleginnen Julia Koch und Hilde Dalik spielen die Hauptrollen. Ich bin wieder einmal ein Ungustl, so to speak. Dafür bemühe ich mich im wirklichen Leben ein freundlicher Zeitgenosse zu sein. Schwöre!
Makellos ist abgedreht.
In der dritten Staffel von Biester werde ich auch auftauchen. Geschrieben von Uli Brée und inszeniert von Katharina Woll.
Live Termine gibt es auch ein paar im Sommer. Für Fans von Open Air Veranstaltungen, empfehle ich die Donaubühne in Tulln (4. Juli) neben dem Schiele Museum und das lauschige Theater im Park (9. August).
Den Podcast gibt es wieder alle zwei Wochen und das neue Programm hat am 7. Jänner 2027 im Stadtsaal Premiere und trägt den Arbeitstitel Liebe.
Die Süddeutsche hat was Schönes geschrieben und Ingo Pertramer hat mich dafür fotographiert:
„Manche österreichischen Schauspieler kennt auch in Deutschland fast jeder. Nicholas Ofczarek, der die Verrohten so grandios spielt, Tobias Moretti, der perfekt die eleganten Weltmänner gibt, Josef Hader, der die Überforderten perfekt drauf hat. Manuel Rubey wäre eigentlich auch so einer, den hier jeder kennen könnte, aber noch ist er in seiner Heimat ein bisschen weltbekannter als bei uns. Was vielleicht an seiner Wandlungsfähigkeit liegt, man erkennt ihn gar nicht immer sofort. Auch er kann die Verrohten und Weltmännischen und Nervösen, aber noch dazu die Irren und die Naiven und die Charmanten, man nimmt sie ihm alle ab. Mal spielt er Falco, mal den netten Vater im harmlosen Familienfilm (Weihnachtspäckchen … haben alle zu tragen), mal den abgründigen Erben in der Dekadenz-Saga Altes Geld (mit blond gefärbten Haaren und völlig verfremdet), mal tritt er als Kleinkünstler auf, mal singt er, und sein gemeinsames Kabarettprogramm mit Simon Schwarz lief im vergangenen Jahr in Österreich monatelang in ausverkauften Häusern und amüsierte das ganze Land. Und wenn man gerade denkt, doch, jetzt kann man ihn so langsam einschätzen – was macht er dann? Schlägt einen Haken und spielt im Psychothriller Ewig Dein eine von diesen ganz unangenehmen Rollen, einen psychopathischen Stalker.“
Max Fellmann
Schönen Sommer liebe Menschen!
Bild (c) Johanna Steiner
2025
Am 14. April strahlt das ZDF Ewig Dein aus. Den Roman hat Daniel Glattauer geschrieben. Seit vielen Jahren besitzt die Monafilm die Rechte an dem Stoff, aber so richtig wollte es nicht klappen. Mal scheiterte der Versuch es fürs Kino zu finanzieren, dann passte das Drehbuch nicht, irgendwas war immer. Alles klappt nie. Dann waren Gerald Podgornig und ich Mittagessen, um über ein völlig anderes Projekt zu plaudern. Zum Nachtisch gab es als kleines PS noch diese Idee. Und plötzlich, und das ist wirklich selten in diesem Geschäft, war alles ganz einfach. Wir schlugen einander gegenseitig Johanna Moder als Regisseurin vor, waren gemeinsam glücklich darüber, dass Julia Koschitz schon lange zugesagt hatte, und einigten uns darauf den Film bald realisieren zu wollen. Nun denn: ein große Dankeschön an alle Beteiligten, dass es tatsächlich dann so geklappt hat. Die Arbeit war anstrengend und trotzdem vergnüglich. Ich mag den Film sehr, ich hoffe Ihr auch! Mit der teleschau habe ich ein wenig über den Film und andere Pläne gesprochen. Mit der Süddeutschen Zeitung habe ich nicht gesprochen, sondern die von mir immer schon sehr geliebte Rubrik Sagen Sie jetzt nichts, gemeinsam mit Ingo Pertramer beantwortet.

Bilder (c) Luca Baggio
Seit 27. Dezember spiele ich My fair Lady an der Volksoper Wien. Ruth Brauer-Kvam ist eine alte Weggefährtin und sie hat mich höflich gefragt und wenn man mich höflich fragt, sag‘ ich fast immer zu. Im Ernst: sie ist eine tolle Regisseurin, die Arbeit hat Freude gemacht, wenngleich ich schon sehr müde war. Paula Nocker ist eine tolle Eliza! Als ich sie vor dieser Produktion das letzte Mal gesehen habe, war sie in der Volksschule und ihre Mutter inszenierte Schnitzler. Das ist eine andere Geschichte und ein kleiner Reminder keine Zeit zu verscheissen, da diese leider viel zu schnell vergeht. Markus Meyer bewundere ich schon seit Teenagertagen am Stehplatz des Burgtheaters und Stockinger war eine TV-Serie, die sogar mein Vater geliebt hat.
Den Podcast gibt es seit Herbst wöchentlich. Wir bedanken uns bei weiterhin steigender HörerInnenzahl und konstanter Top 5 Platzierung der Podcasts österreichweit. Es macht große Freude und hat sich zu einem richtigen Business entwickelt, das sehr viel Zeit und Aufwand bedeutet. Wir freuen uns demgemäß sehr, wenn Sie sich Karten für die Live-Podcasts kaufen. Mit Ingo Pertramer und Bureau F haben wir an einer neuen CI gerbeitet, die ich hier schon mal vorab exklusiv präsentieren darf:
DAS RESTAURANT wird 2025 noch weiter gespielt, diverse andere Lesungen stehen auch auf dem Programm. Wir haben auch schon fürs neue Programm zu schreiben begonnen. Es wird ziemlich anders werden und im Herbst 2026 Premiere haben. Arbeitstitel: LIEBE.
Bild (c) Stefan Robitsch
Da wir im Jahr 2024 über 110 mal auf einer Bühne gestanden sind, blieb für Dreharbeiten wenig Zeit. Das soll sich wieder ändern. Im neuen Jahr warten schöne Herausforderungen:
Braunschlag, zweite Staffel. Nach 15 Jahren hat David Schalko zum Telefon gegriffen und das Ensemble durchgerufen. Es haben tatsächlich alle wieder zugesagt.
Uli Brée hat eine moderne Liebesgeschichte geschrieben. Ich darf an der Seite von Adele Neuhauser einen Callboy spielen. Gedreht wird im Frühjahr in München für den Bayrischen Rundfunk.
Bild (c) Riebl/ServusTV
Das Bild ist aus Mama ist die Best(i)e. Den Zweiteiler, ebenfalls aus der Feder von Ulli Brée, unter der Regie von Ute Wieland, haben wir letzten Sommer für Servus TV gedreht.
Ich bedanke mich für Ihr geschätztes Interesse und wünsche ein zuversichtliches, helles 2025!

