Aktuell

HERBST 2019


19. Oktober,
Es sind tatsächlich alle vier Filme nun abedreht. Es waren aufregende Wochen. Dankbar blicke ich zurück und gehe nun in den Wald GOLDFISCH lernen. Das Motto hierfür steht auf Mozarts Sackerl (=Tüte für BesucherInnen aus den Nachbarländern)
Bild (c) Alexander Jagsch, seines Zeichens Kaiser Josef der II; wenn ich mich herzlich bedanken möchte!

Ende September: Ich drehe gerade vier Filme parallel. Spiele einen Mönch, eine Buchhändler, einen Politiker und Mozart. Es ist und bleibt ein wundervoller Beruf. Und mich ereilt die Nachricht, dass ich von der deutschen Akademie für Fernsehen in der Kategorie Schauspieler Hauptrolle nominiert wurde. Und zwar für den Stuttgarter Tatort DER MANN, DER LÜGT in der Regie von Martin Eigler. Dankeschön!


Anfang September: Ich fahre vom FAQ zurück und bin berauscht.  Pralle Tage, gute Gespräche, Musik, Podiumsdiskussionen und Inspiration im herrlichen Bregenzer Wald. So geht Gesellschaft. Falls Sie irgendwie für nächstes Jahr an Karten kommen, fahren Sie da hin, liebe Menschen. Es wird sich gelohnt haben!

Der Sommer war lang und gut. Ich könnte mich ja auch schon daran gewöhnen nichts mehr zu tun. Weisswein trinken, kochen, lesen, den Kindern und dem Hund beim Großwerden zusehen. Aber, dass geht sich halt noch nicht aus, „wie ihr in Österreich sagt“. Das sagt die Kollegin in Köln zu mir und versucht dabei einen österreichischen Dialekt zu imitieren. „Das geht sich ned aus, das sagt’s Ihr so, stimmt’s?" Ja, so ähmnlich sagen wir. Dafür sagen sie zu mir: „Kannst du eigentlich auch hochdeutsch?“ Da sage ich nur: Ihr sagt zu Tisch Tüsch und zu Fisch Füsch und zu Goldfisch dann Goldfüsch...(geniale Überleitung, wie ich finde, doch halt, alles der Reihe nach.) Ich drehe im Herbst in Köln, München, Prag und der Steiermark. Und plötzlich ist der Sommer vorbei und ich muss wieder Fahrt aufnehmen und das ist auch gut so. Es ist ja wirklich ein herrlicher Beruf. Ich bin sehr dankbar.
Ein Film vom letzten Jahr IRGENDWAS BLEIBT IMMER von Thomas Kronthaler läuft am Filmfest in Hamburg und unser Kinofilm an dem wir so ewig geschrieben haben, formally known as RUSSENSTORY, heißt jetzt WAREN EINMAL REVOLUZZER und hat es in den Wettbewerb des Filmfests in Zürich geschafft. Es ist Johanna Moders zweiter Film und dieser ist mir aus mehreren Gründen besonders wichtig. Ich habe am Buch mitgeschrieben, wir haben die großartige Julia Jentsch gewinnen können dabei zu sein, die ebenso großartige Clara Luzia hat die Musik beigesteuert und meine Töchter, dich ich naturgemäß auch sehr großartig finde, spielen auch mit. Am Termin für den Kinostart wird noch geschraubt. Aber ich sag’s Euch gleich, sobald ich’s weiß. Versprochen.

Sehen können wir einander, allerdings schon früher und zwar analog und in echt, weil ich ja wieder durch die Lande tingle. Es war vor bestimmt 15 Jahren als mein Freund Andreas Hamza in einer Küche spätnachts jenen folgenschweren Satz sagte: „Es ist doch ziemlich wurscht was man macht, entscheidend ist doch nur mit wem.“ Dies versuche ich seither wo es nur geht zu beherzigen und gerade das grauenvoll schöne oder schön grauenvolle Tourleben (spielen ist eigentlich immer super, Autobahnenen und traurige Wurstplatten eher nicht) ist ja in Summe dann ein ziemlicher Batzen Lebenszeit und einen solchen mit Menschen zu verbringen, die man auch richtig gern hat, ist natürlich naheliegend, will aber erstmal organisiert sein. Soll heißen: 15 Jahre später gehe ich mit dem Eigentümer dieses Satzes auf eine lange Reise. Andreas macht bei meinem Solo GOLDFISCH (oder Goldfüsch) nicht nur die Musik, sondern auch die Technik und wird daher auch im Tourbus dabei sein. Oder im Tourzug. Je nach dem. Den ersten Pressetext hatte ich geschrieben, als ich noch nicht wusste wohin die Reise genau gehen wird. Nun kann ich schon mit einer etwas knackigeren Logline aufwarten: Manuel wurde verlassen. Von seiner Frau, seinen Töchtern, seinem Bühnenpartner, seiner Couch und seiner Wohnung. Nur der Goldfisch ist noch da und der Techniker. Diesem unterstellt er aber ein Roboter zu sein. Manuel ist natürlich nicht an dieser Misere schuld. Er bekommt eine letzte Chance das zu beweisen...Ein Stück über Familie, Einsamkeit, Instagram, Prokrastination, Alkohol Originelle Frisöre und 9/11.

Regie führt Rupert Lehofer. Premiere ist am 9. Jänner 2020.

„Es ist irgendwie ein geistiges Ensemble“ meinte Sebastian Bezzel bei Dreh zu LEBERKÄSJUNKIE, eine lose Verknüpfung mit Leuten die man gut findet und mit denen man immer wieder zusammenfindet. Die Herren Thomas Stipsits Simon Schwarz gehören da natürlich dazu und  und Lisa Maria Potthoff und Bernadette Heerwagen und natürlich die Kölner Buben Denis Mischitto und Daniel Siegl. Sie haben ein Kinoprojekt fertiggeschrieben und ich jauchze innerlich über die Rolle, die sie mir da zudenken. Geschenke! Geschenke! Geschenke! Wir haben das Buch letztens komplett gelesen zusammen und Daniel (ein Riese, ein Bär von einem Mann, der aber die Sanftheit miterfand), meinte zu meiner Rolle: „Der ist ein bisschen wie ich. Ich habe auch vor nichts Angst. Außer vor Pferden, der Steuer und tiefen Gewässern.“
Und weitere Menschen mit denen ich gerne Leben und Beruf vereine sind natürlich die Damen und Herren der Familie Lässig. Die IM HERZEN DES KOMMERZ TOUR geht im Herbst weiter und zieht sich dann auch noch ins Frühjahr. Mit dem Gitarristen der Familie, Herrn Hauptrojektleiter a. D. geht es außerdem mit unserem Programm VOTAVA TRIFFT RUBEY weiter. Ein Abend, der sich dem von uns so heiß geliebten Wiener Dialekt widmet. Oder wie Gerald sagen würde „für alle Futkanister und Beidlpracker.“ Ich freue mich auf Sie!

GOLDFISCH

Bild (c) Ingo Pertramer Grafik (c) Ursula Feuersinger

Manuel Rubey ist nicht faul im klassischen Sinne. Er leidet bloß an der modernen Volkskrankheit Prokrastination. Was dies genau bedeutet war ihm bei Abgabe des Textes nicht bekannt, da er es immer aufgeschoben hat den Wikipediaartikel zu Ende zu lesen. Jetzt ist er schon 40. Eigentlich wollte er dieses Programm zu seinem 30er herausbringen. Es kamen ihm aber auch ständig Dinge dazwischen. Er wollte ein paar Filme drehen, er hat Thomas Stipsits getroffen und er wurde Vater. Gleich zweimal. Die Töchter hat er jetzt gleich mit ins Programm genommen. So kann er sie wenigstens von der Steuer absetzen.

 Ein Goldfisch hat übrigens eine Aufmerksamkeitsspanne von 11 Sekunden. Er könnte diesen Pressetext nie zu Ende lesen.

Ist Ihnen das Alles zu wenig lustig? Ich verspreche das Programm ist dann lustiger, aber ich möchte diverse zivilisatorische Errungenschaften, wie Höflichkeit, Pünktlichkeit oder Geduld verteidigen, da sonst die Eleganz flöten geht. Es ist wichtig nicht immer mit der Tür ins Haus zu fallen. Sonst passieren Kollateralschäden wie lustige Wortspiele im Titel oder gespielte Witze auf Kabarettplakaten und davor graut mir. Früher war ein freiliegender Knöchel der Inbegriff der Erotik und des Exhibitionismus. Heute vermitteln Pornofilme Heerscharen von Heranwachsenden einen völlig falschen Eindruck von Schwiegermüttern.

Ein Mensch hat übrigens nur mehr eine Aufmerksamkeitsspanne von 8 Sekunden. Das heißt niemand wird diesen Pressetext jemals zu Ende lesen.

Am 09. Jänner 2020 ist Premiere im Stadtsaal. Vorher gibt es ein paar Einspielvorstellungen im Niedermair und im Theatercafe in Graz. Ab Jänner geht es auf Tour. Ich habe mir nur Lieblingsorte ausgesucht und lade Sie daher aus ganzem Herzen ein uns zu besuchen. Uns bedeutet. Mein sehr langer Freund Andreas Hamza, seines Zeichens Musiker und Tonmeister wird für Musik und Technik verantwortlich zeichnen. Dier Termine finden Sie rechterhand und bald auch auf Ö-Ticket und werden laufend aktualisiert.

Ich schreibe diese Zeilen, Ende Juni, zurück aus Sizilien. Wir haben dort geschrieben, gesungen und getrunken. Und durch  einen Zufall bin ich draufgekommen, dass Wolfgang Herrndorf in seinen letzten Lebensmonaten an genau dem selben Platz war.

Er schreibt weiter von einem dreibeinigen Hund, der ihn zum Meer begleitet. Den gibt es auch noch. Er geht nur nicht mehr mit zum Meer. Tre ist zu alt. Mr. Sam, sein Nachfolger als König des Anwesens, ist jetzt derjenige der uns begleitet.

Am 5. Juli bin ich in Salzburg, weil unser Landkrimi DAS DUNKLE PARADIES in Salzburg ins Kino kommt. Mit dabei sein werden auch Steffi Reinsperger und die Regisseurin Catalina Molina. Ins Fernsehen kommt der Film zu Weihnachten in den ORF und im nächsten Jahr dann ins ZDF.
Ein schönen Sommer liebe Menschen!

2019

Im Jänner und Februar drehe ich  'Russenstory', den zweiten Film von Johanna Moder.Marcel Mohab und ich haben auch  am Drehbuch mitgeschrieben. Für die weiblichen Hauptrollen konnten Julia Jentsch und Aenne Schwartz gewonnen werden. Josef Hader  und meine Töchter sind auch mit dabei. Das ist also irgendwie eine besondere Geschichte.


Danach steht ein TV_Projekt in Köln an. Und ebendort arbeite ich auch mit Daniel Rakete Siegel und Denis Moschitto an einem Kinodrehbuch. Das ist schon wieder eine besondere Geschichte, weil die beiden Herren mir eine Traumrolle geschrieben haben.

Familie Lässig ist mit dem Album ‚Im Herzen des Kommerz’ auf Tour. Sie erfreut sich schöner Kritiken und vor allem glücklicher Publikumsreaktionen. Ein geheimer Wunsch hat sich nebenbei erfüllt. Was bei früheren Projekten noch zu teuer, oder von der Plattenfirma nicht gewünscht war geht jetzt. Das Album gibt es auf Vinyl und selbiges verkauft sich sehr gut. (auch hier könnte also von einer besonderen Geschichte die Rede sein)


Im März darf ich die Eröffnung der Diagonale in Graz moderieren. *


Im Frühsommer geht’s zum Schreiben ins geliebte Italien. Danach sollte klar sein in welcher Form ich mich im nächsten Jahr auf die Bühnen stellen will. Der Herr Direktor des Stadtsaal hat nämlich einfach so mal Termine reserviert. Das ist noch keine besondere Geschichte, aber eine sehr schöne Geste.

Und zu guter Letzt noch ein paar besonders feine Kulturtipps: Nachdem es sich bisher nicht ausgegangen war, werde ich heuer endlich, der sehr freundlichen Einladung nachkommen und am FAQ dabei sein. Sowohl Frau Knecht (neues Buch am Start!) als auch Frau Kreutzer * (Herzliche Gratulation an Marie. Kaum spiele ich einmal nicht in einem ihrer Filme mit, läuft dieser auch schon im Wettbewerb der Berlinale), hatten betont wie schön und besonders Vorarlberg, die VorarlbergerInnen und im Speziellen dieses Festival ist.

Für 2019 sei sonst bloss noch  Euch Allen Alles Gute  und viele besondere Geschichten gewünscht, oder um es mit Gunkls Worten zu sagen: 'Eine heile Welt, die eine Weile hält.'

HERBST UND WINTER 2018

Der zweite Salzburger Landkrimi 'Das dunkle Paradies' in der Regie von Catalina Molina ist abgedreht. Der Film wird im Winter 2019 zu sehen sein.

Ab sofort beginnen die Vorbereitungen für Johanna Moders zweiten Film 'Russenstory'. Gedreht wird im Jänner und Februar in Wien, Moskau und dem Waldviertel.

Schon traditionell beginnt das Jahr mit Konzerten der Familie Lässig im Stadtsaal. Die Tour führt uns durch ganz Österreich und bis nach Bayern. (siehe Termine) Neu hingegen ist, das wir auch eine Platte im Gepäck haben. Im Herzen des Kommerz erscheint am 14. Dezember bei Asinella Records.



Am Sonntag, dem 4. November zeigten ORF und ARD den Stuttgarter Tatort Der Mann, der lügt in der Regie von Martin Eigler. Es war eine herausfordernde und schöne Arbeit und es soll hier auch nicht unerwähnt bleiben, dass ich es den beiden Kollegen Felix Klare und Richy Müller, in Gestalt der Kommissare Lannert und Bootz, hoch anrechne sich auf solch ein Experiment eingelassen zu haben. Der Kritik hat es wie es scheint gut gefallen. (siehe Presse) Und mit knapp 10 Mllionen ZuschauerInnen war auch die Quote hervorragend. Vielen Dank.

Ab 27. September zeigt der ORF zur (beinahe) besten Sendezeit (jeweils Donnerstag um 20 15 Uhr in ORF 1) in vier Teilen die zweite Staffel der internationalen Serie The Team. Es handelt sich um eine Koproduktion von Network Movie, Lunanime, Superfilm, Nordisk Film mit ZDF, ORF, ARTE und einigen mehr. Gedreht wurde von Juni bis November 2017 in Dänemark, Deutschland, Belgien, Marokko und Österreich. Ich darf an der Seite von Jürgen Vogel, Lynn van Royen, Nora Waldstätten, Erwin Steinhauer u. v. mehr zu Werke gehen. Regie führten  Jannik Johansen ('Steeling Rembrandt' - ein Film der für mich eine perfekte Independent-Komödie darstellt) und Kaspar Gaardsøe.



DER REST DES JAHRES 2018

Bild (c) diefilm
Die Dreharbeiten für den ZDF-Spielfilm 'Irgendwas bleibt immer' unter der Regie von Thomas Kronthaler gehen in die Endpaphase. Ich drehe an der Seite von Lisa Maria Potthoff und Justus von Dohnányi.
Es wird dann der dritte Film in Folge gewesen sein, den ich bei den Nachbarn gemacht habe. Bin gerade sehr gerne in Deutschland. Vielleicht liegt es daran, dass man sich hier der rechten Hetze konsequenter entgegenstellt als bei uns, vielleicht aber auch nicht (Reminder an mich: ich soll hier nicht politisieren, das ist eine Schauspielerseite) Im Herbst geht es dann aber in Österreich weiter. Der zweite Teil des Salzburger Landkrimis (der erste: 'Drachenjungfrau' lief im Juni sehr erfolgreich auch im ZDF) wird im Oktober gedreht. Regie führt erneut Catalina Molina. Der Titel ist 'Der erste Stein'. Im Winter drehen wir endlich, nach langen, langen Jahren der Versuche den Film zu realisieren, Johanna Moders zweites Werk 'Russenstory'.
Über den Sommer werde ich mich auf das Land zurückziehen und nur tageweise in die Stadt kommen um mich vor ein Mikrofon zu stellen. Familie Lässig arbeitet gerade intensiv am ersten Album. Es ist ein fröhlicher, spannender gemeinsamer Prozess. So ein wenig nach dem Motto, wie ich kürzlich bei Capote gelesen habe: "...Auf dem Rücksitz lag seine Gitarre, es war eine alte Gibson, geschmirgelt und mit Wachs auf honiggelben Glanz gebracht..." Das Album soll noch dieses Jahr erscheinen. Ab ersten Jänner sind wir wieder auf Tour. Der Vorverkauf hat begonnen. Apropos Vorverkauf. Es gibt für 'Gott&Söhne' im Herbst noch ein paar wenige Restkarten. Bitte schnell sein, weil dann ist erstmal Schluss.
Im August lese ich gemeinsam mit Ruth Brauer-Kvam beim Schwimmenden Salon in Bad Vöslau und im Dezember gibt es für Ernst Moldens Singspiel 'Mayerling' im Rabenhof noch zwei Vorstellungen bei welchen ich dabei sein werde. Habt einen schönen Sommer Ihr lieben Menschen da draussen! Und möge sich dieser ein bisschen so anfühlen:
Bild (c) Juhani Zebra

MÄRZ UND APRIL

Liebe Menschen,
Guillermo del Toro sagt: 'Die höchste Kunst der Menschlichkeit besteht darin, den anderen wahr zu nehmen. Wenn ich Sie anschaue erkenne ich damit ihre Existenz an. Ideologien und Religionen verhindern das.'
Solche Regisseure braucht es heute.


Stefanie Panzenböck schreibt im Falter': ...dass die Mär vom Direktor als Patriachen zu Ende erzählt ist. Auch die Geschichte vom Theater als Tempel mit einer Bühne als Altar, auf dem leidenschaftlich und unter Schmerzen geopfert wird, ist aus. Es mag seltsam klingen: Aber auch Kustschaffende können sozial kompetent sein. Sie sind die Zukunft.'

Saskia Jungnikl hat mit mir für das Magazin Datum ein Gespräch auf Leben und Tod geführt.



Die lässige 'wirklich'-Tour ist zu Ende. Es war eine wunderbare Zeit. Danke für das zahlreiche Erscheinen und die herzerwärmenden Reaktionen. Sollte der Plan aufgehen gibt es 2019 ein Album.

Bilder (c) Katina Fridrik

Arte zeigt wieder einmal Michael Hofmanns Film 'Seit du da bist' und zwar am 20. April um 20 15 Uhr. Ich darf an der Seite von drei wunderbaren Frauen aus drei Generationen herumhampeln.



Bilder (c) ARD

Ach ja, und der phantastische Drehbuchautor und Showrunner Aaron Sorkin stellt mit 'Molly's Game' gerade sein Regiedebut vor. Dem Standard gab er kürzlich ein Interview: "Das Schlimmste am Film ist wie bei jedem kreativen Schaffen das Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit. Man beginnt mit einer großartigen Idee und ist sehr guter Stimmung. Aber dann bringt man die Idee zu Papier, danach auf die Leinwand und alles scheint plötzlich verschwunden. Als ob man Wasser mit bloßen Händen transportiert hätte...Im Film ist es wie überall in der Kunst: Die meisten Dinge sind schlecht. Ob in der Musik, im Fernsehen oder Kino - gute Arbeiten sind eine Seltenheit."

FEBRUAR 2018

Ich finde den Westen Österreichs ja sehr lässig! Wahrscheinlich haben Sie die billige Anspielung verstanden. Familie Lässig goes west. Dornbirn, Innsbruck, München. (siehe Termine)
‚Gott&Söhne’ ist bis zum Sommer fast überall ausverkauft. Im Mai im Stadtsaal finden sich noch ein paar Karten und der Globe Termin ist auf Herbst verlegt weil zwei Liebende am Dach einen Brand verursacht haben und noch nicht wieder gespielt werden kann. (Es soll sich nicht um den Shakespeare-Verrückten Niavarani gehandelt haben, sondern jemand anders.)

Der ORF zeigt herrlichweise zur Primetime Marie Kreutzers Bobo-Komödie ‚Was hat uns bloss so runiert’. 1. Februar um 20 15 Uhr. Die Dame auf dem Foto ist übrigens die epochale Vicky Krieps, die mittlerweile auch von Hollywood entdeckt wurde und aktuell an der Seite von Daniel Day-Lewis in Paul Thomas Andersons Film ‚Phantom Thread’ zu sehen ist. Ich finde es so geil, wenn die Richtigen Karriere machen (also von meiner völlig subjektiven Sicht auf die Dinge betrachtet) Denis Moschitto hat gerade mit Fatih Akin ‚Aus dem Nichts’ einen Golden Globe gewonnen. Des is jo a ka Bämmerl, wie man in Wien sagt und trifft, wie auch im Falle von Vicky, den absolut Richtigen.


Bilder (c) Juhani Zebra

Und ja, es ist tatsächlich schon 20 Jahre her, dass Falco gestorben ist. Das heißt auch, dass unser Film bereits 10 Jahre alt ist. Ich habe in der Zeit und bis heute der Versuchung widerstanden nochmals in diese Rolle zu schlüpfen. Angebot hätte es zuhauf gegeben. Ich habe auch (und das war nicht allzu schwer) der Versuchung widerstanden mit seinen 99 engsten Freunden auf ein Bier zu gehen. Der einzigen Versuchung der ich nicht widerstehen würde, wäre mit Falco selbst auf ein Bier zu gehen. Des wird wahrscheinlich nix mehr...R.I.P.

Am 7. Februar sendet der ORF den Film um 20 15 Uhr.

Bild (c) Petro Domenigg

JÄNNER 2018

Liebe Menschen,
möge das Jahr 2018 gut zu Euch sein!
Die Stadtsaal-Konzerte mit der Familie haben große Freude bereitet. Wir freuen uns Euch im Theater Eures Vertrauens in den nächsten Wochen begrüßen zu dürfen.

Bild (c) Clara Luzia

Italien ist ja irgendwie ein Lieblingsland von mir und umso mehr freut es mich, dass am 21. Jänner 'Seit du da bist' sehr erfolgreich im italienischen Fernsehen lief. So gut, dass auf RAI 1 sogar 'Bridget Jones' geschlagen wurde. Hihi. Und wenn ich weiter italienisch pauke, verstehe ich die Kritik vielleicht auch irgendwann.

Für ‚Gott&Söhne wird es wirklich eng. Die Februar und April Termine in Wien und Graz sind bereits herrlich gefüllt.


Die Serie ‚Im Knast’ ist für den Jupiter Award nominiert. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr gerne HIER ABSTIMMEN!

Ansonsten fahre ich nächste Woche an die Ostsee schreiben und Ende Jänner werde ich einen Baum fällen. (Also nicht alleine. Also genau genommen werde ich eher dabei zusehen. Aber ausgesucht habe ich ihn und zwei Ersatzbäume habe ich gepflanzt.) Das sind Dinge die passieren, wenn ich mir vornehme weniger zu arbeiten.

Ach und da bin ich drüber gestolpert:


Ich kenne zumindest keinen Schauspieler, keine Schauspielerin, die es nicht zu hundert Prozent unterschreiben würde, dass mit so einer Art des Regieführens mehr zu holen ist.
Bei Paul Auster habe ich gestern einen schönen Satz gelesen: ‚ Intelligenz ist die einzige menschliche Eigenschaft, die sich nicht vortäuschen lässt.’ Gehabt Euch wohl.

DEZEMBER 2017


Wie soll ich das jetzt machen? Ich bin ja seit vier Jahren Läufer und das ist die beste Entscheidung überhaupt gewesen, weil ich damit eine 20 Jahre währende Sucht überwunden habe. Seit 1. Dezember bin ich vier Jahre rauchfrei und die aktuelle Politik wirkt direkt auf diesen Umstand ein. Ich laufe auch wenn es kalt ist, aber da ich sehr kältempfindlich bin, trage ich im Winter eine Vollmaske und die fällt unter das Vermummungsverbot...Bei bei Egon Friedell habe ich eine schöne Antwort auf die Frage, die mir immer wieder gestellt wird, was mir jetzt wichtiger ist Kabarett oder Schauspiel oder wie das zusammenhängt, gefunden. Er definiert nämlich den Humor so, wie ich alles was ich tue gerne definieren möchte: „Die unvergleichliche, undefinierbare Wirkung, die von gutem Humor ausgeht, ist, dass er niemals etwas macht, sondern das Leben machen lässt. Wirklichen Humor hat nämlich nur das Leben und das einzige was die Humoristen tun können, besteht darin, diesen Humor ab zu schreiben. Das tun sie aber fast niemals, sondern sie denken sich allerlei verzwickte Situationen und Konflikte aus, die bar jeder echten Lustigkeit sind.“ Außerdem gäbe es zwei Dinge, die uns antreiben: die Hoffnung und die Neugierde. „Wer weiß, kann nicht mehr handeln.“ Und da ich schon am Zitieren bin, soll Paul Auster hier auch noch zu Wort kommen: „Weihnachten ist keine so große Sache. Ein bisschen Familienfolklore, traurige Gedanken und gierige Kinderaugen.“ In diesem Sinne: schöne Feiertage liebe Menschen, wir sehen einander im neuen Jahr! (zum Beispiel auf der Lässig-Tour, siehe Termine rechts)