Aktuell

2022 (und 2023)

November 2021
Ich denke den lustigen Satz, den ich mir aber nicht ausgedacht, sondern bestimmt mal wo gelesen habe: Wie verbringt man die schwammigen Jahre zwischen Nachwuchshoffnung und Lebenswerk?

Ich durfte in den letzten 20 Jahren viele Filme drehen und habe viel Zeit auf Bühnen verbracht und bin für all diese Fenster der Möglichkeiten sehr dankbar. Nirgendwo lernt man ein besseres Gefühl für Timing als in der sogenannten Provinz. Als die Marx Brothers endlich das Geld für ihre erste Broadway-Show zusammengekratzt hatten, nahmen sie ausschließlich Nummer, die sie die Jahre davor in der tiefsten Provinz zur Perfektion gebracht hatte. Bei einem gewissen Charlie Chaplin war es ähnlich. Kann alles nachgelesen werden in der herrlichen Autobiographie "Groucho & Marx". Aber das ist  eine andere Geschichte. Zur Abwechslung habe ich eine Liste geschrieben.

Liste der absolvierten Bühnentermine:

Ich liebe die Bühne, ich bin gerne auf Tour, auch wenn die Hotelzimmer manchmal trostlos, der Zug oft verspätet und der Kaffe fast überall schlecht ist, ist es trotzdem fast überall super. In Vorarlberg hat ein Hotelier den eigenen Kaffe kürzlich  als „Bodenseeher“ bezeichnet. (weil man bis zum Boden sieht) Hat mir gefallen.
Es ist ein Geschenk, dass Menschen kommen, Eintrittskarten kaufen und sich einen guten Abend erhoffen. Es ist ein Geschenk, aber auch ein Druck, eine Erwartungshaltung. Ich habe immer alles daran gesetzt dem gerecht zu werden und werde es auch weiterhin tun. Aber und jetzt kommt das ABER, ich werde es deutlich zurückfahren. In 2023 wird es, mit ganz wenigen Ausnahmen, keine Bühnentermine geben.

Aber vorher kommt ja noch das Jahr 2022. Sehen Sie bitte in die rechte Spalte dieser Seite. Es warten noch viele Termine in allen Bundesländern. (Auch an Deutschland und der Schweiz wird gearbeitet, also nicht an den Ländern, sondern an Terminen dort) Sagen Sie dann nicht, Sie hätten es nicht gewusst. Noch gibt es Termine für Lesungen, für GOLDFISCH und für die, bis dato, größte Familie Lässig Tour *.

* Die Familie Lässig hat wieder eine Platte gemacht. Sie heißt programmatisch Eine heile Welt!. Ich liebe es einfaches Bandmitglied zu sein und im Kollektiv gleichzeitig in der ersten Reihe zu stehen und in selbigem zu verschwinden. Es gibt 26 auserlesene Termine und dann für längere Zeit keine weiteren. Also, greifen Sie zu liebe Menschen!

An meinem zweiten Buch schreibe ich auch. Der Grund dafür liegt zuallerst an Euch, liebe Lesende, die Einmal noch schlafen dann ist morgen über zwanzigtausendmal erworben haben. That makes me demütig! Danke! Über den Inhalt des Neuen verrate ich dann beim nächsten Eintrag mehr. Passen Sie auf sich und aufeinander auf!
Alles Liebe. Manuel Rubey

ES GEHT IMMER UMS VOLLENDEN *

23. Juli 2021

* Es ist gerade Popfest in Wien und deshalb ist mir der Nino aus Wien eingefallen. Den habe ich vor vielen Jahren am Popfest zum ersten Mal live gesehen und seither höre ich ganz viel was er so tut und das ist ganz großartig. Der Titel ist also wahr und ausgeborgt.


Liebe Menschen,
Jetzt habe ich gerade gemerkt, dass doch viel los war seit Herbst. Ich habe, sageundschreibe, doch wieder sieben Filme gedreht. Es ist und bleibt eine Sache die ich sehr liebe. Immer wieder erstaunlich, dass sich Menschen zusammenfinden und dann ein paar Wochen an und über ihre Grenzen gehen, permanenten Jetlag in Kauf nehmen. (eine Drehwoche beginnt meistens am Montag mit Tagwache um fünf Uhr und endet dann kurz vor dem Wochenende mit Arbeitsbeginn um 16 Uhr, was halt auch bedeutet, Arbeitsende sechs Uhr früh) Wahnsinnig familienfreundlich ist das nicht, aber ich habe eine phantastische Familie, die das mitmacht. Da bin ich ein Glückskind. Falls jemand an genaueren Informationen interessiert ist. Hier bitte:

1.) JEANNY, DAS FÜNFTE MÄDCHEN. Ein Thriller, der mit Motiven aus dem Falco-Song spielt. Auch an dieser Stelle sei wieder erwähnt. Nein, ich bin nicht wortbrüchig geworden. Es bleibt da dabei, Falco möge in Frieden ruhen. Ich spiele einen zwielichtigen Steuerberater in Mödling. Die Kollegin Theresa Riess wird eine Entdeckung sein, das traue ich mir als Prognose zu und die Zusammenarbeit mit Andreas Kopriva, dem Regisseur, war eine große Freude.

2.) Der coronabedingt abgebrochene Dreh von Marie Kreutzers erstem Landkrimi (jenem aus dem Waldviertel) wurde im Herbst zu Ende gedreht. Ein Fest in vielerlei Hinsicht. Ich glaube, ich brauche nicht mehr erwähnen, dass ich mit der Regisseurin und ihrer Kamerafrau Leena Koppe gerne Filme drehe. Auch der Cast war ein Fest. Die Figur: ein schwuler Landarzt, der mit seinem Mann aufs Land gezogen ist. Dieser Mann wurde gespielt von Laurence Rupp, der während der Dreharbeiten im mysteriösen Waldviertel mit der Netflix Serie Die Barbaren weltberühmt wurde. Schöne Dinge passieren. Die beiden Kommisarinnen werden gespielt von Regina Fritsch und Julia Franz Richter werden ein Vergnügem to watch sein. I promise.
3.) Kurz vor Weihnachten war ich noch ein paar Tage in meiner neuen Zweitheimat München. Ich war alleine in dem Hotel. Und mit alleine meine ich: nicht nur keine weiteren Gäste, sondern auch kein Personal. Regie führte Dirk Kummer. Geschrieben wurde die Komödie von Uli Breé für Adele Neuhauser. Ich spiele einen Schönheitschirurgen. Eine Rolle zum wieder einmal auf den sogennanten Putz hauen, oder wie es Robert Palfrader zu sagen pflegt: "Weniger ist weniger, mehr ist mehr." Die Film lief heuer am Münchner Filmfest. Das ist eine schöne Auszeichnung.
4.) FLAMMENMÄDCHEN. Der dritte Salzburger Landkrimi. Ich liebe dieses Team, es ist ein bisschen wie Klassenfahrt. Zum dritten Mal durften wir im beinahe kitschigen Salzburgerland einen Krimi drehen. Catalina Molina (Regie) Klemens Hufnagl (Kamera) Stefanie Reinsperger (1er Kollegin) und diesmal auch in einer Episodenrolle niemand geringerer als Simon Schwarz. Als ich mit ihm letztens wieder einmal durch Wien spaziert bin riefen gleich dreimal Menschen im Vorbeigehen „Grüss Gott Sankt Pölten!“ (Braunschlag war kürzlich wieder einmal im Fernsehen) Danke dem ORF und dem ZDF, dass es diese etwas andere Krimireihe geben darf. Die Premiere war auf der diesjährigen Diagonale und die Reaktionen waren überwältigend.

5.) WER ANDEREN EINE BLUME SÄT ist der zweite Teil von der Kammerspielkomödie ANNIE, die Domenique Lorenz im Auftrag des ZDF für die Bavaria geschrieben hat. Regie führt Martin Enlen, seineszeichens der wahrscheinlich netteste Mensch auf diesem Planeten. Neben Cathrin von Steinburg und Thomas Loibl ist auch und vorallem Bernadette Heerwagen dabei. Schon während der Dreharbeiten zu Gruber geht sind wir auf viele Gemeinsamkeiten drauf gekommen. (Zum Beispiel lieben wir Jim Carrey Filme und ganz besonders Dumm und und Dümmer)

6.) DAS STREBEN NACH GLÜCK (Arbeitstitel) ist ein Sechsteiler. Gedreht wurde 61 Tage lang in München und Umgebung. Regie führt Michael Hofmann, der auch für das Buch verantwortlich zeichnet. Die Rolle führte wieder einmal in neue Gefilde. Ich spiele einen Mathematiker, der sich on the spectrum befindet. Ich finde diese Definition sehr gut und achtsam und einen Beweis, dass es mit der Sprache schon aufwärts gehen kann, wenn wir uns alle bemühen. In meiner Recherche bin ich auf die Dokureihe Love on the spectrum gestossen. Schauen Sie sich das an. Und falls es jemanden gibt, der davon nicht herzergriffen zurückbleibt bitte melden, weil ich dann glaube würde, dass Sie ein Roboter sind. Katharina Schüttler, Eko Fresh, Karolina Lodyga, Lena Dörrie, Sergej Moja. It was a pleasure.


7.) CORSAGE Das neue Riesenprojekt von Marie Kreutzer. Vicky Kriebs spielt Sissy. Ich darf König Ludwig II geben. Gedreht wurde in Österreich und die letzten Wochen in Luxemburg. Danke an Robert, meinen Reitlehrer und an das Pferd.

Der GOLDFISCH schwimmt in die letzte ausgiebige Runde. Das Gute an der derzeitigen Situation ist: vor Corona gab es fast keine Karten mehr, jetzt gibt’s plötzlich noch einige. Da kürzlich in München sogar die Süddeutsche Zeitung da war (also die Zeitung selbst war nicht da, aber Oliver Hochkeppel) ein kleiner Pressespiegel:

"Das ist alles sehr lässig und sehr lustig, greift nahtlos ineinander und ist - mitsamt einer kleinen Strip-Einlage - natürlich herausragend gespielt."
Süddeutsche Zeitung

„Es ist eine gelungene Mischung als Nabelschau, semi-autobiografischem Humor und intelligenter Deutung der Gegenwart.“
Salzburger Nachtrichten

„Rubey zaubert beim Zuhörer Bilder in den Kopf. Es ist diese coole und lässige Art von mildem Größenwahn und schräger Weltsicht, die Rubey ausspielt wie ein Ass aus dem Ärmel und die Garantie ist für einen herrlich Unterhaltsamen Abend."
Kurier

„Manuel Rubey teilt ein paar freche Spitzen aus...nimmt aber vor allem die absurden Auswüchse der digitalisierten Gegenwart ins Visier – und das, ohne ins Rollenklischee eines selbstmitleidigen Modernisierungsverlierers zu fallen."
Die Presse

„Hinter all dem steckt natürlich durchaus ernste Gesellschaftskritik, verpackt in sanft vorgetragenen, aber tiefschwarzen Humor. Dass Rubey auch noch gut singen kann, rundet das Ganze ab."
Wiener Zeitung

„Geschaffen hat Manuel Rubey unzählige skurrile Listen, eine beeindruckende Figur, ein abwechslungsreiches Stück, das sich mit vielen Facetten unseres Lebens auseinandersetzt, Geschichten, die von Situationen erzählen, in die wir alle schon mal geraten sind, ein Universum, das die Lethargie dieses Nerds so gut veranschaulicht, dass einem in manchen Momenten dieses Abends das Lachen fast im Halse stecken bleibt. Mit ein bisschen Glück finden Sie noch eine Vorstellung irgendwo in Österreich, die noch nicht ausverkauft ist“
Ö1

"...Brillant, mutig und abwechslungsreich.“
Kronen Zeitung

„Man bereut keine Sekunde dieser zwei kurzweiligen Stunden.“
Oberösterreichische Nachrichten

„Melancholisch und menschlich, klug und kurios, elend und ehrlich, wunderbar und wundersam ist Manuel Rubey erstes Solo."
NÖN

Die Sommertermine und auch alle anderen finden Sie in der Spalte rechts. Einen herrlichen Restsommer, bleiben Sie gesund! Herzlich, Manuel

DIE AMBIVALENZ DER DINGE

1. Mai 2021

„Bring den Vorschlaghammer mit, wenn du heute abend kommst…“ mir fallen ja in jeder Lebenslage Element of Crime Zitate ein. „Ohne Klarheit in der Sprache ist der Mensch nur ein Gartenzwerg“ wäre auch noch eines. Den Titel für den Eintrag habe ich zum allerersten Mal, glaube ich, von Thees Uhlmann gehört, aber so sicher bin ich mir da gar nicht mehr. Einer der beiden Herren, also Thees oder Sven Regener war es auch, den ich in einem Interview sagen hörte: „Da fallen ja die Löcher aus dem Käse!“ Der Spruch trifft mein Gefühl der letzten Tage…
Heute, im Zug aus München, lese ich in einem Interview das Judith Hecht für die Presse am Sonntag schon im März mit der Schrifstellerin Juli Zeh geführt hat: „Ambivalenz ist etwas Menschliches. Wir sind Widerspruch. Was unsere Zeit allerdings prägt, ist die abnehmende Fähigkeit damit umzugehen. Der Wunsch, Widersprüche aufzulösen, sich für eine Seite zu entscheiden, Richtig und Falsch klar unterscheiden zu können, ist schon seit einiger Zeit ein wahnsinniges Bedürfnis der Menschen. Es prägt unseren Diskurs und treibt irrsinnige Blüten, weil genau das nicht möglich ist. Die Leute merken das auch. Je mehr sie es versuchen, desto weniger klappt es, und das macht sie aggressiv. Denn Widersprüche werden sich nicht auflösen, wir müssen nur wieder lernen sie auszuhalten.“...

Liebe Menschen,
Alles was ich zu der Debatte, die gerade die Gemüter erhitzt, noch zu sagen hatte, habe ich Doris Priesching und dem Standard erzählt.

Nun aber zu guten Nachrichten:
Beim österreichischen Filmpreis bin ich für Waren einmal Revoluzzer gleich zweimal nominiert. Beste männliche Hauptrolle und bestes Drehbuch (gemeinsam mit der Regisseurin Johanna Moder und Marcel Mohab) Für unseren Film sind des weiteren Julia Jentsch (beste weibliche Hauptrolle) Clara Luzia (beste Musik) und Veronika Albert (bestes Kostümbild) nominiert.

Synopsis:
Die Paare Helene und Jakob, Tina und Volker sind moderne, urbane Enddreßiger und genießen ihr geregeltes und privilegiertes Leben in Wien. Als sie der Hilferuf eines russischen Freundes aus Studentenzeiten erreicht, ergreifen sie kurzentschlossen die Chance zu helfen: Endlich einmal nicht nur reden, sondern wirklich etwas tun. Doch was die Vier als Abenteuer begreifen, bedroht rasch das Gefüge der alten Freundschaft und der Beziehungen zueinander. Denn: Hilfe kann sehr unterschiedlich definiert werden – und die Hilfsbedürftigen verhalten sich anders, als die Helfenden das gerne hatten. Und so führt die Ankunft von Pavel und seiner Familie den ÖsterreicherInnen ihre eigenen, nicht gelebten Ideale vor Augen.

Vorsichtig kann wieder daran gedacht werden vor Publikum zu treten. Wir müssen das alle gemeinsam wieder erlernen und uns vorsichtig herantasten, wie das so werden soll. Hier ein paar Vorschläge:

Familie Lässig:
28. Mai Bühne im Hof
27. Juli Viktor Gernots Praterbühne (OPEN AIR)

Einmal noch schlafen dann ist morgen – Lesung und Gitarre
10. Juni Residenz Josefstadt
14. Juni Lesebühne Breitenseer Lichtspiele
25. Juli Sankt Pölten, Cinema Paradiso (OPEN AIR)
12. September Baden, Cinema Paradiso (OPEN AIR)

GOLDFISCH:
22. Mai Bruckmühle Pregarten
26. Mai Stadtsaal Wien
03. Juni Stadtsaal Wien
05. Juni Stadtsaal Ybbs
06. Juni Innenhof des deutschen Museums München DEUTSCHLANDPREMIERE!
13. Juni Stadtsaal Wien
19. Juni Kirchberg
25. Juni Viktor Gernots Praterbühne (OPEN AIR)
01. Juli Baden (OPEN AIR)
02. und 03. Juli Arge Kultur Salzburg
04. Juli Vöcklabruck (OPEN AIR)
18. Juli Fels am Wagram (OPEN AIR)
01. August Theater im Park Wien (OPEN AIR, Achtung Beginn 11 Uhr!)
13. August Linz, Klassik am Dom (OPEN AIR)
15. August Steudltenn
21. August Klagenfurt (OPEN AIR)

Und eine kurze Meldung am Schluss. Der Film Leberkäsjunkie, aus der erfolgreichen Eberhofer-Reihe, gewinnt beim Bayrischen Filmpreis den Publikumspreis des Jahrzehnts. Auch schön.

Der Sommer kommt bestimmt. Passen Sie auf sich und einander auf und bis bald liebe Menschen!

EAT PRAY LOVE

19. Februar 2021, Sankt Johann im Pongau

Heute ist Nachtdreh, daher habe ich tagsüber ein wenig Zeit die Homepage zu aktualisieren. Habe jetzt alle verschobenen und abgesagten GOLDFISCH Vorstellungen (es sind 90) von der Seite genommen. Ich kann denn Anblick nicht mehr ertragen. Dafür habe ich bis September alle neuen eingefügt. All jene, die vorsichtig optimistisch gesagt, wahrscheinlich statffinden werden. Weil es warm sein wird und weil einige davon auch Open Air staffinden. Die Termine werden noch laufen aktualisiert und befinden sich in der Spalte zu Ihrer Rechten.

(die Grafik stammt erneut von seoneandonly Ursula Feuersinger, Foto: Tim Cavadini)

Nächste Woche erscheint das Hörbuch von EINMAL NOCH SCHLAFEN DANN IST MORGEN. Gemeinsam mit Michael Martinek und seinem genialen Netzwerk von fabrique Records, sowie dem großartigen Elektroniker Peter Zirbs und unter Mithilfe meiner Tochter Luise haben wir wochenlang getüftelt. Es ist ein, wie ich finde, und wegen all dieser Mithilfe, besonderes Hörbuch geworden. Als Zusatz habe ich vier meiner Lieblingslieder, die alle einen Bezug zum Buch haben, eingesungen.
Hier kann es VORBESTELLT werden.

Darüber hinaus drehe ich hier im Salzburger Land gerade den Landkrimi FLAMMENMÄDCHEN unter der Regie von Catalina Molina, danach geht es als Ludwig II zu Marie Kreutzers CORSAGE und im direkten Anschluss drehe ich den Sechsteiler STREBEN NACH GLÜCK für die ARD unter der Regie von Michael Hofmann, mit dem ich schon SEIT DU DA BIST gemacht habe und dann auch noch ANNIE - WER ANDEREN EINE BLUME SÄHT fürs ZDF unter Regie von Martin Enlen.

Bleiben Sie gesund und haben Sie es gut. Eat! Pray! Love!
(ich lese das Buch gerade, es liegt vor mir auf dem Tisch, es hat sich, während ich diese Zeilen schreibe, als Titel angeboten.)

DAS IST JA NOCHMAL SCHIEFGEGANGEN

18. Jänner 2021
Habe GOLDFISCH letzte Woche, ohne Publikum im zauberhaften Radiokulturhaus für Ö1 live gespielt. Ein paar Tage kann man es noch NACHHÖREN.

19. Dezember 2020

(das Bild ist aus der ZEIT)

Liebe Menschen,
Manche GOLDFISCH Vorstellungen haben wir soeben zum 5. Mal verschoben. Insgesamt konnte ich das Stück 49mal spielen, dafür bin ich sehr dankbar. 63mal mussten wir aber schon absagen. Im Sommer gibt es einige Open Air Veranstaltungen. Die werden in jedem Fall stattfinden. Die anderen hängen wohl von der Impfung ab. Aber wir bleiben dran. Es hilft ja nichts. Das wird schon! In den 1920er Jahren war es ja auch so, dass das Kabarett, das Theater und die Musik nach dem Krieg und der spanischen Grippe eine Hochzeit erlebte. Vielleicht wiederholt sich Geschichte ja auch.

Bild (c) Juhani Zebra

Noch vor Weihnachten gibt es LOUIS VAN BEETHOVEN, einen Film von Niki Stein am 23. Dezember in ORF 1 und am 25. Dezember in der ARD zu sehen. Wer nicht warten will, oder es übersieht. Streamen kann man ihn jederzeit. Ach ja, ich spiele Mozart. Das ist ein bisschen wie 2020. Hey Leute, ich spiele MOZART, allerdings in einem Film über Beethoven...Im Ernst, es war ein großer Spass. Ich liebe es historisch zu drehen. Die wunderschöne Prager Innenstadt autofrei und wenn man sich verspricht müssen 5 Pferdeutschen wenden und auf Anfang gebracht werden.
Außerdem hat sogar die Los Angeles Times berichtet: “…Perhaps unsurprisingly, the fizziest scenes occur when the adolescent Louis heads to Mozart’s Vienna to learn something from the eccentric master — an enjoyably spiky Manuel Rubey — only to discover even his musical idol is beholden to royals and chased by creditors…”
LOS ANGELES TIMES, Robert Abele (16. Dezember 2020)
Das deutsche Feuilleton war hingegen begeistert: “Hier traut das Fernsehen sich und uns etwas zu…“
FAZ, Jan Brachmann
„…Einer der besten Komponisten-Filme überhaupt…“
DIE WELT, Elmar Krekeler

Bild (c) ARD/Eikon

EINMAL NOCH SCHLAFEN DANN IST MORGEN
hat sich beinahe 15 000 mal verkauft. Ich bedanke mich in Demut.

Am 24. Dezember bin ich um Mitternacht bei Heinz Reich auf FM4 zu gast. Wir werden unzynische Lieblingslieder spielen und unzynisch über Weihnachten sprechen. Und die Pandemie mit keinem Wort erwähnen.
Passt auf Euch auf liebe Menschen. Viva 2021!

WIE WIR LEBEN WOLLEN *

15. November
Gestern war ich im Klassik Treffpunkt  bei Albert Hosp auf Ö1 zu gast. Sechs Tage lange kann die Sendung noch nachgehört werden.

2. November 2020
Ja, der Lockdown ist wohl dringend notewendig. Trotzdem soll gesagt sein, dass sich die Kultur nichts zu schulden kommen hat lassen. Aus persönlicher Beobachtung kann ich sagen, dass sich die Theater, also nicht die Theater selbst, sondern die Menschen die dort arbeiten, wahnsinnig bemüht haben. Es ist kein einziger Theatercluster bekannt. Dennoch müssen wir da durch und zusammenstehen (mit Abstand) Meine Agentur und ich versuchen also ein weiteres Mal viele, viele Vorstellungen und Lesungen zu verlegen. Ich werde Sie hier laufend über Änderungen informieren. Für diese Woche kann ich sagen, dass die beiden Lesungen in Liesing natürlich auch abgesagt sind, ich aber Donnerstag vorbeikommen werde um zumindest den zahlreichen Signierwünschen nach zu kommen. Der GOLDFISCH Termin im CasaNova am Samstag, wird auf den 29. Jänner gelegt und Krems wandert auf den 19. November 2021. Mehr Infos bald. Bleiben Sie gesund und fröhlich. Es hilft ja nichts.

27. Oktober 2020
Die Lesung, morgen in Graz wurde soeben abgesagt. Es liegt an irgendeiner Pandemie. Wir werden einen neuen Termin im nächsten Jahr finden. For Early Birds: Ich bin morgen im Frühstücksfernsehen mit dem Buch zu gast.
GOLDFISCH am Freitag in Perchtoldsdorf findet statt. Safe and funny in der Burg am Hauptplatz.

10. Oktober 2020
Wir werden damit leben lernen müssen. Und ich kann berichten, dass es mich richtig rührt, wie sich die Theater und VeranstalterInnen allesamt bemühen, dass es zu sicheren Begegnungen kommt. Auch die ZusschauerInnen sind phantastisch. Und so zelebrieren wir unsere Zusammenkünfte eben anders als früher, aber auch vorsichtiger und das nervt ein wenig, aber irgendwie ist diese Achtsamkeit auch schön. Und wenn ich am Herrenklo feststelle, dass sich Männer großer Zahlt intensiv die Hände waschen dann jubiliere ich innerlich und schreie leise: Fortschritt! Entwicklung! Im Stadtsaal wurden seit der Wiedereröffnung nach dem Lockdown schon über 20 000 Karten verkauft. Und diese Zwanzigtausend stehen keinem, also Null Cluster gegenüber. Das soll auch mal gesagt werden, ist aber als Medienmeldung wahrscheinlich nicht reißerisch genug. Wir spielen weiter, solange wir dürfen und das ist gut so. Trauen Sie sich. Kommen Sie! Nie war es leichter an Karten zu kommen wie jetzt gerade.

Die erste Auflage meines Buches Einmal noch schlafen dann ist morgen ist ausverkauft. (Am 28. lese ich daraus beim Morawa Moser in Graz.) Ich kann Euch gar nicht oft genug sagen, wie sehr mich das freut. Gemeinsam mit Michael Martinek, Jana Irmert, Peter Zirbs und Ursula Feuersinger arbeite ich  gerade an einem Hörbuch. Und es wird kein gewöhnliches Hörbuch werden, soviel sei schon verraten.

Der Thriller Jeanny ist auch beinahe abgedreht. Das ganze Team wird zweimal in der Woche getestet. Neben dem Mittagessenszelt steht jetzt also ein Medizinfrauzelt. Die Krankenschwester Lilo sitzt darin testet sich durch den Tag. Sie tut dies sehr vorsichtig und trotzdem ist es lustig zu beobachten während in dem linken Zelt fürstlich gespeist wird (der Caterer ist Italiener) wird in jenem daneben gewürgt, gereckt und gegrunzt. May you live in interesting times war das Motto der letzten Biennale in Venedig. Ich finde es ist jetzt interessant genug. Es kann wieder ein bissi uninteressanter werden, wenn es nach mir geht. Der Film spielt mit Motiven des Falco Songs. Das ist korrekt. Was aber überhaupt nicht stimmt ist, dass es sich über eine Fortsetzung oder Ähnliches handelt. Ich habe einen Schwur getan, vor 13 Jahren: dass ich mit der letzten Klappe Falco endgültig gehen lasse. Ich sammle bis heute die Anfragen. Es sind über zweihundert. Ich hätte reich werden können also Falco-Kasperl der Nation. Werbespots, Feuerwehrfeste, Donauinsel und vieles mehr habe ich nicht gemacht, weil ich das dem Film, dem Herrn Hölzl und mir selbst schuldig bin. Die Figur im Film heißt Johannes. Und er ist Steuerberater und wieder kein ganz einfacher Charakter. Mehr sei noch nicht verraten. Und auch wenn wieder irgendwo steht: Falco II wird gedreht, so wird es durch die Wiederholung trotzdem nicht weniger unwahr.

Den GOLDFISCH gibt es diesen Monat noch ein paar Mal zu sehen: Am 16. in der zauberhaften Cselley Mühle (bin an diesem Tag auch bei Mahlzeit Burgenland zu gast), am 21. In „meiner“ Bude, dem Stadtsaal am 24. In der Komödie Graz und hier aufgepasst: wir spielen am Nachmittag eine Zusatzvorstellung. Am Staatsfeiertag bin ich gemeinsam mit GUNKL, Flüsterzweieck und dem Kollegium Kalksburg im Stadtsaal für das Integrationshaus unterwegs und am 30. geht es in die schöne Burg zu Perchtoldsdorf. Ich freue mich auf Sie!

* Der Titel ist bei Tocotronic geborgt.

IM DETAIL

Oktober 2020

Liebe Menschen.

* Für etliche Spielstätten haben wir nun am selben Tag eine Nachmittagsvorstellung dazugegeben. (siehe Spalte rechts) Es gibt also nach wie vor größtmögliche Sicherheit und wieder mehr Karten. Vorallem in Graz, wo es immer wieder starke Nachfrage gab, gibt es am 24. Oktober zusätzlich eine Nachmittagsvorstellung. Das Treibhaus in Innsbruck hat gebeten die Termine vom Dezember (noch einmal) in den Jänner zu verlegen. 11.-13. Jänner 2021. Geplant ist dafür beheiztes Open Air. Der Termin in Ried wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Im KIK dürfen zur Zeit keine Veranstaltungen stattfinden.

* Die Vorstellungen funktionieren super. Es kommen immer einige Menschen nicht, obwohl sie Karten haben. Es sind aber auch bekanntermaßen komische Zeiten. Ich kann nur sagen, dass Theater und Kinos wahrscheinlich wesentlich sicherere Orte sind als zum Beispiel Einkaufszentren. Es geben sich alle Beteiligten die allergrößte Mühe, dass die Sicherheit gewährleistet ist. Waren einmal Revoluzzer läuft in ganz Österreich. In Wien unter anderem im zauberhaften Admiralkino.

* Die Buchpräsentation, gemeinsam mit der Gesangskapelle Herrmann im Rabenhof war eine schöne Sache. Danke an Alle.
Das Buch ist ausgeliefert und steht seit 20. August in der Buchhandlung Ihres Vertrauens. Die erste Auflage ist beinahe ausverkauft. Ich kann es gar nicht richtig glauben. Danke. Danke. Danke.

* Da ich selbst gerne Podcasts höre, freut es mich in letzter Zeit auch immer wieder zu welchen eingeladen zu werden. Zb habe ich mit Julia Schütze,  Ali Malodji oder Barbara Haas gesprochen.
Herzlich. Ihr MR.

WIR MACHEN DAS SCHON IRGENDWIE

06. September 2020

SONNTAGABEND
Mach was aus allem, das dich umgibt.
Dem sanften Regen
Draußen vorm Fenster, um damit anzufangen.
Der Zigarette zwischen meinen Fingern:
Den Füßen auf der Couch.
Dem leisen Sound von Rock-and-Roll,
Dem roten Ferrari in meinem Kopf.
Der Frau, die betrunken
In der Küche rumpoltert...
Mix alles zusammen
Mach was draus.
RAMYMOND CARVER

Es warad bitte foigendes:

1)
Einmal noch schlafen dann ist morgen vorbestellen.
Dazu gibt es auch einige Termine an denen das Buch vorgestellt wird. Siehe rechte Spalte.
Beispielsweise gleich am 12. September im Rabenhof. Das ist insofern super, weil die herrlichen Herren der Gesangskapelle Hermann auch dabei sein werden und es sich auch gleichzeitig um die Wieder- und Saisoneröffnung des Weltklassegemeindebautheaters handelt. Die frühen Vögel fangen natürlich die Würmer.

2)
GOLDFISCH hatte gerade gut begonnen und als ich im Begriff war so richtig auf Tour zu gehen kam diese Seuche. Also, wir versuchen es wieder. Alle passen voll auf und bemühen sich sehr. Viele VeranstalterInnen kämpfen ums Überleben. Wir werden spielen, spielen, spielen. Und miteinander Lachen. Und gut aufeinander aufpassen. Alle Termine in der Spalte rechts. Ich freu mich auf Sie!

3)
Am 7. September spreche ich mit Peter Menasse in Eisenstadt über das Spielen, das Schreiben, das Leben und wer weiß was noch alles. Auch hier fangen die frühen Vögel schöne, sichere Sitzplätze.

4)
Unter der Regie von Michael Martinek bin ich wieder einmal für ein Musikvideo vor der Kamera gestanden. Der famose Musiker Peter Zirbs hat eine neue Single, sie heißt Wasted und erscheint auf dem nicht minder famosen Label Fabrique Records.

5)
Waren einmal Revoluzzer ist ab Ende August nun auch endlich im Kino. Davor werde ich noch bei der einen oder anderen Sommer-Preview aufschlagen.

Ich freu mich auf ein Wiedersehen liebe Menschen und grüße mit den Worten des großen Hansi Lang: KEINE ANGST!

DIE CORONA-CHRONIKEN


17. Juni 2020
Ich bin komplett überfordert, dass es jetzt quasi wieder losgeht. Aber schön ist es auch. Nun denn ich versuche einmal zu schlichten:
1) Am 20. August erscheint mein Buch Einmal noch schlafen dann ist morgen im Molden Verlag. Vorgestellt wird selbiges am 12. September im Rabenhoftheater.
2) Am 28. August ist endlich Kinostart von Waren einmal Revoluzzer. Für ganz Ungeduldige und solche die auch gerne Kino unter freiem Himmel genießen gibt es im Sommer schon zwei Vorstellungen. Am 17. Juli im Freiluftkino in Sankt Pölten. Veranstaltet von den MacherInnen des sehr superen Cinema Paradiso. Auch das nicht minder supere Sommerkino Filmzuckerl in Waidhofen an der Ybbs wird den Film zeigen.
3) Eine weitere große Freude in mehrerer Hinsicht ist, dass der Schwimmende Salon in Bad Vöslau auch heuer stattfinden darf, wenngleich mit weniger Plätzen, also müssten Sie bitte noch schneller sein, liebe Menschen. Ich darf verraten, dass uns die Prinzipalin Angelika Hager einen Dylan-Abend baut. Uns sind: Stefanie Reinsperger und mir. Und natürlich werden wir auch singen.
4) Von 22. bis 27. Juni habe ich mir wieder Gedanken für den Tag für und auf dem Radiosender ö1 machen dürfen. Es geht um die homeschooling Zeit während Corona. Sechs kurze Gedanken/Geschichten jeweils drei Minuten vor dem Morgenjournal um sieben Uhr.
5) Danke auch an den Rabenhof und die Stadt Wien, dass ich während der letzten Wochen nicht komplett der Prokrastination verfallen musste, da ich wöchentlich auf w24 Abgesagt Angesagt moderieren durfte. Alle Folgen gibt es auch noch im Internet.
6) Am dritten Juli läuft in der ARD die Dennstein und Schwarz Folge in welcher ich einen Politiker spiele, der das Grapschen nicht lassen kann.
7) Ab September darf ich auch wieder drehen. Einen ziemlich heftigen Thriller. Regie führt Andreas Kopriva.
8) Für den WDR habe ich bei einem Hörspiel mitgewirkt. Caiman Crap ist quasi ein Spin Off von Caiman Club, das wir vor einigen Jahren gemacht haben. Ich trete erst in Folge 6 in akustische Erscheinung.
9) Und zu guter Letzt darf der GOLDFISCH auch endlich wieder losschwimmen, hätte ich jetzt beinahe geschrieben, aber ich hasse schlechte Metaphern, also werde ich es gedanklich wieder streichen und meiner Freude darüber erst ab 16. August auf verschiedenen Bühnen Ausdruck verleihen. Alle Termine sehen Sie in der Spalte rechts. Ole!


29. April
Wir haben den Hauptpreis für das beste Drehbuch eines abendfüllenden Kinospielfilms oder eines abendfüllenden Fernsehfilms gewonnen. Das Buch habe ich zusammen mit Johanna Moder und Marcel Mohab geschrieben.

Jurybegründung:
Waren einmal Revoluzzer von Johanna Moder untersucht das politische Engagement zweier linksliberaler Freundespaare, die eine politisch verfolgte russische Familie aufnehmen. Die Geschichte begleitet die ‘Retter/innen’ in ihrem Akt der hilflosen Hilfsbereitschaft, bei dem die Gewissheiten ihres bürgerlichen Lebens in Frage gestellt werden. Was bleibt übrig von den Träumen und den Idealen der eigenen Jugend, wenn die Realität sie plötzlich auf eine Probe stellt? Die Krise bringt private und berufliche Probleme der Figuren gnadenlos und humorvoll an den Tag. Johanna Moder begleitet sie dabei mit kritischer Sympathie, die niemals denunziatorisch ist. Wenn wir also über die pointierten Dialoge dieses starken Ensembles lachen, dann lachen wir eben auch über unser eigenes Phlegma, unsere Lebenslügen und unsere Hilflosigkeit. Das Drehbuch überzeugt mit Witz, Leichtigkeit und Intelligenz und führt uns vor Augen, dass es mit zunehmendem Alter nicht einfach ist, jugendliche Revoluzzer/innen zu bleiben.”

Jetzt muss der Film nur noch ins Kino kommen. :-)


23. April 2020
Sie spün eam wieda amoi, den Hans! Heute, 20 15 Uhr ORF 1, FALCO, VERDAMMT WIR LEBEN NOCH.

Bild (c) Petro Domennig
Am 1. Mai folgt der dritte Teil von DENNSTEIN UND SCHWARZ. Ich spiele einen Politiker, der mit #metoo konfrontiert wird.

Bild (c) Hubert Mican

In der ORF TV-Thek gibt es außerdem noch ein paar Tage GOTT&SÖHNE zu sehen.

Bild (c) Lukas Beck

Auf ORF III gibt es um 21.50 Uhr die "Tafelrunde". Es ist mir ein Fest in der selben Sendung wie Alex Kristan zu Gast zu sein.


Nein, das ist nicht mein Wohnzimmer :-)

22. April 2020
Jeden Samstag moderiere ich derzeit die Sendung ABGESAGT ANGESAGT. Ein Kooperation der Stadt Wien, W24 und dem Rabenhoftheater um KünstlerInnen als Kompensation für viele abgesagte Vorstellungen eine Auftrittsmöglichkeit zu bieten. Vor leerem Saal selbstverständlich, dafür direkt in Ihre Wohnzimmer. Wenigstens etwas.

Falls wem fad ist. Ich war auf zwei virtuellen Stages zu Gast könnte man sagen. Auf der Standard Stage und auf dem roten Stuhl. Der verschobene Termin für die Liveshow des selbigen ist übrigens auf 31. Jänner 2021 verlegt. Karten kann man schon erwerben.


8. April 2020
Nun, ich darf die neuen Veranstaltungsmassnahmen verkünden. Es ist uns gelungen sehr viele der abgesagten Vorstellungen in den Herbst zu transferieren. Sehet in der Spalte rechts. Karten behalten natürlich ihre Gültigkeit. Kaufen Sie gerne schon jetzt Ihre Tickets liebe Menschen. Das hilft den Häusern. DANKE.

24. März 2020
Stellen Sie sich vor Sie sind Tulpenbäuerin oder Tulpenbauer in Holland. Ich habe gerade einen Bericht gesehen. Sie müssen die gesamte Ernte wegschmeißen, weil Blumen nicht mehr verkauft werden dürfen. Unsereins darf zumindest ‚nur‘ nicht arbeiten. Es ist völlig klar, dass die Gesundheit unser höchstes Gut ist und ich bin froh über die Maßnahmen der Regierung. Für viele Selbständige ist es natürlich existenzgefährdend oder wie eine Freundin von mir treffend sagte: „Moral muss man sich leisten können.“ Jetzt gilt es als Gesellschaft zusammen zu stehen. Aber wenn wir über den Berg sind, könnte vielleicht darüber nachgedacht werden, bevor wieder ein Schirm für Banken geöffnet wird, zuerst einen solchen für Alleinerzieherinnen, KünstlerInnen, Selbständige, sogenannte EPUs und Klein und Mittelbetriebe zu ermöglichen. Also nachgedacht wird eh schon viel. Ich höre nur, dass es noch recht wenig Konkretes gibt. Danke an alle SupermarktmitarbeiterInnen, Hebammen, ÄrztInnen, Krankenschwestern, PolizistInnen und vielen mehr die unser System gerade am Laufen halten. Mögen danach alle Forderungen für höhere Löhne und dergleichen erfüllt werden. Ich schließe mich auch dem Kreis der Gratulanten an. Die Regierung macht das gut. Ich bin dankbar, dass es auch in einer Demokratie möglich ist dem Volk etwas vorzuschreiben, weil eben ExpertInnen gefragt wurden und man deshalb etwas tun musste, das unangenehm aber notwendig ist. Ich möchte nur an alle appellieren, die jetzt mit sieben Packungen Klopapier unterm Arm hektisch zur Seite hüpfen weil am Ende der Strasse jemand gehustet hat, dass sie es nie wieder in Frage stellen, warum Menschen vor Hunger, Krieg oder Unterdrückung fliehen.

Ein Mann der mir und vielen anderen die Kindheit verschönert hat ist gestorben. Ruhen Sie in Frieden hochvereehrter Herr Uderzo.

An Ersatzterminen wird weiterhin gebastelt. Sobald klar ist, wann wieder gespielt werden kann, lasse ich es Euch wissen. Kauft gerne regional und gerne auch schon Gutscheine für die Theater Eurer Wahl. Bleibet gesund und haltet durch.
Und weil gerade alle alte Fotos heraussuchen, habe ich das auch gemacht. Ich finde das passt ganz gut. Es sieht aus, wie ich mich gerade fühle.

Liebe Menschen,
Die Regierung hat also alle Veranstaltungen mit über 100 Menschen für den März gestrichen. Das trifft viele jetzt ziemlich hart. Ich hoffe sehr, dass es all die geschätzen VeranstalterInnen und Bühnen, deren Kosten ja weiterlaufen, irgendwie schaffen nicht komplett ins Straucheln zu geraten. Ich werde versuchen Euch hier so schnell wie möglich zu informieren welche Veranstaltung wann nachgeholt wird.

Fix ist:
Die Vorstellung vom 23. April im Orpheum Wien wird am 17. Juni nachgeholt.
Die Vorstellung vom 31. März in der Arge in Salzburg am 03. Juli
Die Vorstellung vom 14. April im Saumarkttheater Feldkirch rückt auf den 04. Juli.

Familie Lässig:
Die Märzkonzerte wurden wie folgt verlegt: Montag, 08. Sankt Pölten Bühne m Hof, Sonntag, 20. September Posthof Linz.

Einstweilen darf ich Euch mit dem sehr erfreulichen GOLDFISCH Pressespielgel vertrösten:

„Es ist eine gelungene Mischung als Nabelschau, semi-autobiografischem Humor und intelligenter Deutung der Gegenwart.“
Salzburger Nachtrichten

„Er zaubert beim Zuhörer Bilder in den Kopf. Es ist diese coole und lässige Art von mildem Größenwahn und schräger Weltsicht, die Rubey ausspielt wie ein Ass aus dem Ärmel und die Garantie ist für einen herrlich Unterhaltsamen Abend."
Kurier

„Er teilt ein paar freche Spitzen aus...nimmt aber vor allem die absurden Auswüchse der digitalisierten Gegenwart ins Visier – und das, ohne ins Rollenklischee eines selbstmitleidigen Modernisierungsverlierers zu fallen."
Die Presse

„Hinter all dem steckt natürlich durchaus ernste Gesellschaftskritik, verpackt in sanft vorgetragenen, aber tiefschwarzen Humor. Dass Rubey auch noch gut singen kann, rundet das Ganze ab."
Wiener Zeitung

„Geschaffen hat Manuel Rubey unzählige skurrile Listen, eine beeindruckende Figur, ein abwechslungsreiches Stück, das sich mit vielen Facetten unseres Lebens auseinandersetzt, Geschichten, die von Situationen erzählen, in die wir alle schon mal geraten sind, ein Universum, das die Lethargie dieses Nerds so gut veranschaulicht, dass einem in manchen Momenten dieses Abends das Lachen fast im Halse stecken bleibt. Mit ein bisschen Glück finden Sie noch eine Vorstellung irgendwo in Österreich, die noch nicht ausverkauft ist“
Ö1

...Brillant, mutig und abwechslungsreich.“
Kronen Zeitung

„Man bereut keine Sekunde dieser zwei kurzweiligen Stunden.“
Oberösterreichische Nachrichten

„Melancholisch und menschlich, klug und kurios, elend und ehrlich, wunderbar und wundersam ist Manuel Rubey erstes Solo."
NÖN

Dieses Interview erschien kurz bevor die Absage der beiden ausverkauften Treibhausvorstellungen bekannt wurde in der Tiroler Tageszeitung.


Der Kinostart von WAREN EINMAL REVOLUZZER ist, wie auch die Diagonale abgesagt. Wir hoffen, dass der Film ab Ende August in den Lichtspieltheatern Eurer Wahl zu sehen sein wird.


EIN NEUES JAHR(ZEHNT)

Das Jahr hat gleich einmal ziemlich intensiv begonnen. Eigentlich wollte ich ja erholt und mit einem Rucksack voller Vorsätze im Gepäck in die neue Dekade schreiten, aber die Menschen um mich herum haben leider beinahe allesamt einen Hang zu Ausschweifungen. Und so kann es schon passieren, dass die Textzeile des Element of Crime Songs Über Nacht, den wir zum Jahresbeginn mit der Familie L. zum Besten geben, auch gleich zum Motto verkommt: "Ich würde so gerne berauscht sein und werde doch immer nur breit und kaum dass ich einmal nüchtern bin, ist der Sommer schon wieder vorbei." Vorbei ist nicht nur das vorige Jahr, sondern das ganze Jahrzehnt und Holla, die Waldfee ist das schnell gegangen.
Für den Fisch, wie er umgangssprachlich schon genannt wird, gibt es in Wien trotz Zusatzvorstellungen nur noch wenige Karten, wofür ich mich demütig bedanke. Wir arbeiten bereits am Tourplan für 2021. Und es gibt ja auch noch andere Bundesländer, wo es ebenfalls sehr gut aussieht. Ich freue mich auf Sie, egal in welchem Bundesland liebe Menschen.

Heuer ist Beethovenjahr. Da dachte ich mir, schlau wie ich bin, ich gebe Euch den Mozart. Das hat in jedem Fall "Bock gemacht", wie der Berliner sagt. Austrahlungstermin kenne ich noch nicht, wird aber selbstredend nachgereicht.

Waren einmal Revoluzzer (
Regie: Johanna Moder) harrt ebenfalls in den Startlöchern. Kinostart ist auf jeden Fall noch vor dem Sommer.